Mitarbeiter sind gern auch mal ohne den Chef zusammen. Das ist nicht weiter schlimm. Schlimm könnte es nur dann werden, wenn die Mitarbeiter unter sich dann auch betriebliche Themen erörtern und übereifrig Vorschläge produzieren, die nicht ganz im Interesse des Chefs sind.

Was dann tun: Verbieten, abschmettern, totdiskutieren, ignorieren?

Kommt vielleicht nicht so gut. Denn die Mitarbeiter haben ja offensichtlich Spaß am Tun, fühlen sich in der gefundenen Gemeinschaft wohl und sind (richtig oder falsch) voll überzeugt und hoch motiviert, mit ihrem Vorschlag für das Unternehmen Gutes zu tun.

Ausweg: Schon früh mal mit dem einen oder der anderen aus der Gruppe beiläufig ins Gespräch kommen und nachfragen, um was es in dieser Gruppe geht. Wenn Sie dann als Chef feststellen, dass die Richtung nicht so ganz in Ihrem Sinne ist, dürfen Sie durchaus ein paar nebensächlich hingeworfene, unverbindliche Bedenken fallen lassen.

Die fallen auf fruchtbaren Boden. Denn diese Bedenken werden schnell in die Gruppe hineingetragen und dienen dort im Normalfall als Navigationshilfe zur vorsichtigen Kursänderung der Übereifrigen.