Kommentar zum Beitrag "Was treibt wirklich an?" in der Augustausgabe von managerSeminare.

Ein guter Beitrag. Doch nicht erwähnt sind Fairness und Gerechtigkeit als Basis jeglicher Vertrauensbildung und Motivation in Organisationen. Das ist vielleicht viel zu profan, zu wenig Mainstream und passt wenig in die allgemeine Trainer-/Coach-Gefühlslage. Und: diese Eigenschaften müssen bei der Motivation Einzelner nicht einmal unbedingt gegeben sein.

Doch Führung findet immer vor/mit/in einer Gruppe statt, und leider sind konsequent und transparent gelebte Fairness und Gerechtigkeit im Führungsalltag nicht selbstverständlich. Sie werden aus Gründen falsch verstandener Motivation sogar manchmal ausgeblendet.

Fatal: Ein Team/ein Unternehmen kann heute über längere Zeit nicht leistungsorientiert geführt werden, wenn bei der Führungskraft Unfairness und Ungerechtigkeit beobachtet oder unterstellt werden. Was nämlich bei der Mainstream-Thematik Motivation ebenfalls immer zu wenig beachtet wird, sind die Interaktionen in der Gruppe, die ständig stattfinden - meist unterhalb des Chef-Radars - und die allzu zweckorientierte Motivation bald und zu recht ins Leere laufen lassen.